Freitag, 8. Februar 2008
Iguazu Falls Brasilien
Der Shuttelbusfahrer entpuppte sich als kleiner moechtegern Reiseleiter und so spielte er sich auch recht auf, als Vanessa und ich, anstatt direkt zu den Wasserfaellen zu gehen wie von ihm "befohlen", zuerst selbstaendig einen Helikopterflug buchten. Wahrscheinlich ist ihm so die Provision durch die Lappen gegangen und er hat zuerst stuermend auf uns eingeredet, dass wir dann nicht mehr zu denn Wasserfaellen gehen koennten, weil zu wenig Zeit sei. Dies Beriffen wir jedoch nicht ganz, da nachher sowiso noch eine Familie mit dem Helikopter fliegen wollte... Anyway wir setzten unseren sturen Koepfe durch und bestiegen nach kurzer Wartezeit das Fluggefaehrt. Der Flug ueber die Iguazu Falls war einfach atemberaubend (seht euch doch die Bilder an). Dieser enorme Wasserfalls ist einfach wahnsinnig eindruecklich und seine Ausmasse werden einem aus der Luft noch viel mehr bewusst. Da hat sich ja sogar das "Gstuerm" mit dem Busfahrer gelohnt :-)
Nach dem Flug beschlossen Vanessa und ich uns die Wasserfaelle (Brasilienseite) im Schnelldurchlauf doch noch anzusehen. Wir sind ja schliesslich Schweizer und gewohnt etwas schnell zu machen. Fuer was die anderen 2h Zeit hatten hatten wir 1h Zeit. Es ist jedoch zu beachten, dass der Parkbus 20 min bis zu den Wasserfaellen benoetigt, macht hin und zurueck 40min. Da wir jedoch die Parkgebuehr schon bezahlt hatten, rauschten wir los. Nach einem Run durch den interessantesten Spazierweg (und wenn ich sage Run, dann meine ich auch wirklich rennen), kamen wir mit ca. 10 min Verspaetung beim beim wartenden Busfahrer an und staunten nicht schlecht, dass wir von 15 Leuten die 2. und 3. Person waren die zurueck war. Nach fast einer Stunde Wartezeit, kamen auch noch die letzten unserer Gruppe (natuerlich Argentinier) an.
Der Busfahrer brachte mich dann netterweise noch bis zum Flughafen. So musste ich kein Taxi nehmen.
Am Flughafen musste ich allerdings noch eine Weile ausharren bis mein Flieger abhob. Ich habe da auch noch zwei nette Schweizerinnen aus Basel kennengelernt, die ebenfalls auf dem Weg nach Rio waren. Mit plaeuderln ging die Zeit doch noch recht schnell rum und ich landetet schon bald in Rio, wo ich bereits von einem Taxifahrer erwartet wurde, welcher ein Schild mit meinem Namen in den Haenden hatte.
Abschliessen zu den Iguazu Falls ist zu sagen, dass die Argentinische Seit viel groesser und meiner Ansicht nach auch schoener ist. Die Moeglichkeiten zum individuellen umherwandeln ist viel groesser was mir ausserordentlich gut gefallen hat. Es hat sich jedoch auf alle Faelle gelohnt beide Seiten zu betrachten, nicht zuletzt auch wegen des Helikopterfluges, welchen man nur auf der brasilianischen Seite machen kann.
Ueber Rio (04.02-13.02.08) werde ich euch jedoch in meinem naechsten Bericht berichten. Ich bin leider ein wenig krank im Moment und hab grad nicht so viel Energie und moechte euch deswegen um Verstaendnis bitten. Ich werde mich jedoch darum bemuehen, meinen Blog als bald als moeglich a jour zu bringen.
Dienstag, 5. Februar 2008
Reise in eine andere Welt...
In dem "executive cama" Bus schlief ich einigermassen gut, so dass die Fahrt schnell vorbei ging. Als ich aufwachte und aus dem Fenster schaute, glaubte ich in einer anderen Welt zu sein. Alles war gruen und die Jungelvegetation hat mich total in ihren Bann gezogen. Buenos Aires - Iguazu - zwei unterschiedliche Welten.
Schon am Busbahnhof in Puerto Iguazu lernte ich Sarah aus Schweden und Vanessa aus der Schweiz kennen, mit denen ich meine Zeit bei den Iguazu Falls verbringen werden sollte. Da Vanessa aus Genf kommt und man in Schweden eher Englisch als Franzoesisch spricht, wurde untereinander Englisch gesprochen (zum Glueck). Mein Franzoesischgebrauch liegt naemlich schon Jahre zurueck, was mit ein Grund sein koennte warum mein Franzoesisch ein wenig eingerostet ist. Zusammen machten wir uns dann auf die Suche nach dem "El Practico" dem Ortsbus, welcher uns zum Hostel brachte. Dabei stellte sich heraus, dass Vanessa dank ihrer spanischer Eltern die Sprach perfekt beherrscht, was fuer den Rest der Gruppe durchaus nuetzlich war :-)
Im Hostel angekommen, goennten wir uns zuerst einmal eine Flasche Rotwein und etwas zu Essen. Die Tatsache, dass erst 11.00Uhr morgens war, stoerte uns dabei keineswegs. Nach dem Essen wurde die Ausflugsplanung gemacht und direkt am hosteleigenen Reisebuero gebucht. Danach konnten wir unser Zimmer beziehen. Dank des netten Receptionisten, welcher fuer uns die ganze Zimmerreservation auf den Kopf stellte, um uns das uebernachten im selben Zimmer zu ermoeglichen, zogen wir gemeinsam ins klimatisierte 6er Zimmer Nr. 23 mit eigenem Bad ein. Im Allgemeinen ist das Hostel-Inn in Puerto Iguazu eher grosszuegig ausgeruestet. So besitzt es neben Reisebuero und schoenen Zimmern auch ein Restaurant, Pool, Poolbar und vieles mehr und das ganze kostet ca. 12 Fr. pro Nacht inkl. Fruehstueck.
Direkt nach dem Zimmerbezug, gings ab ins Doerfchen wo wir einige Besorgungen machten, nochmas etwas assen und uns das Dorf anschauten. Zueruek im Hostel legten wir uns an den Pool um das schoene Wetter zu geniessen, bis das Barbecue serviert wurde an dem wir teilnahmen.
Iguazu Falls Argentinien
Am naechsten Tag hiess es frueh aufstehen, denn wir hatten ein volles Programm. Um 8 Uhr fuhr unser Shuttlebus zum Parque National de Iguazu. Bereits um 9 Uhr nahmen wir an einer Tour teil, die uns mit riesigen Fahrzeugen durch denn Jungel zum Rio Iguazu fuehrte. Dort bestiegen wir ein Boot und mussten unsere Schuhe und Kameras in Wasserdichten Plastiktaschen verstauen. Ein hoch auf meine Wasserfeste Kamera. Dann ging die Fahrt mit dem Schnellboot los, in Richtung der Wasserfaelle. Das war ein tolles Erlebnis, die Boote fuhren mit den Passagieren unter die Wasserfaelle, so das wir alle total nass wurden. Tropfend verliessen wir nach ca 40 min das Boot wieder, die erste Tour war zu Ende. Zu dritt begaben wir uns auf die Isla San Martin. Der Erkundungsmarsch durch die Insel gestaltete sich als sehr gemuetlich und interessant. Wir konnten viele Tiere sehen unter anderm auch einen Alligator und natuerlich die Wasserfaelle welche mit ihren Regenbogen ein echtes Schauspiel sind. Beim Abstieg zum Strand haben wir dann noch Oliver getroffen, den wir bereits aus dem Hostel kannten, der uns fuer den Rest des Tages begleitete. Am Strand angekommen entschlossen wir uns kurzerhand ein Bad im Rio Iguazu zu nehmen. Das war super... baden mit Aussicht auf die Iguazu Falls. Nach kurzem trocknen gings wieder weiter. Mit einem Faehreboot zurueck auf die andere Seite und zu Fuss durch den Jungel zu verschiedenen einzelnen Wasserfaellen. Mehrere Wasserfaelle, ein Glaceschleck, einige Begegnungen mit den heimischen Coati die unser Gepaeck neugierig nach Essen durchsuchten und ein Mittagessen spaeter war es bereits fast 15:30 Uhr und wir mussten uns auf den Weg zur Parkeigenen Gratiseisenbahn machen, um zum letzten Aussichtspunkt auf den Garganta del Diabolo und zu unserer letztzen Tour zu gelangen. Der Gartanta del Diabolo ist der Groesste aaller Wasserfaelle im Parque National de Iguazu. Kaum zu glauben was fuer gewaltige Wassermaengen da herunterkrachen. Das Wasser scheint vor dem Fall nichtsahnend dahinzufliessen bis es urploetzlich in diesen Wasserfall heruntergeriessen wird.
Die anschliessende Tour war eine gemuetliche Ruderbootstour bis in die naehe des Ausgangs und somit der gelungene Abschluss des Tages. Auf dieser Tour konnen wir dank dem fachkundigen Guids nochmals einige Tiere beobachten.
Um ca. 18.00 Uhr fuhr uns der El Practico zurueck ins Hostel. Fuer mich ging mit Wein und Essen im Hostel der letzte Tag meines Argentinienaufentaltes zu Ende.
Dienstag, 29. Januar 2008
Das Ende naht... Argentinien adé
El Chalten - El Calafate - Torres del Paine - El Calafate - Ushuaia - Buenos Aires hiessen die letzten Stationen unserer Reise.
El Chalten
In El Chalten haben wir eine Nacht verbracht in einem Hotel das ausnahmsweise einmal fast zu fest geheizt war. Nach einer Dusche aus der Heizung, welche sich Miriam nach herumhantieren mit dem Füssen geholt hatte, konnten wir dann doch noch im eingiermassen kühlen Zimmer schlafen.
Am nächsten Tag begaben wir uns noch auf eine kleine aber sehr schöne Wanderung zu einem Aussichtspunkt von wo man die berühmten Berge Fitz Roy und Cerro Torre sehen sollte. Leider waren die Berge mit Wolken verhangen, so dass wir nichts sahen. Beim Abstieg lichtete sich jedoch die Wolkendecke ein wenig und wir konnten die zwei Bergspitzen doch noch betrachten.
El Calafate
El Calafate ist ein kleines Städtchen, dass sich im Moment vor Touristen kaum retten kann. Es ist bekannt, weil man von da aus gut Erkundungstouren zum berühmten Gletscher Perrito Moreno unternehmen kann. So taten wir es den Meisten gleich und begaben uns mit einer Tour zu diesem Gletscher. Das Ganze war zwar wirklich sehr touristisch, hat sich jedoch auf alle Fälle gelohnt. Es isch schon eindrücklich wenn man die riesigen Eismassen aus solch einer Nähe beobachten kann und dabei die imposanten Eistürme ins Wasser stürtzen sieht und dabei ein unglaublich lautes Donnern hört. Das ganze Schauspiel lässt einem sogar die Touristenmasse fast vergessen.
Nach herumwandeln auf den Aussichtspunkten wurden wir mit einem Schiff noch näher an den Gletscher gebracht, mit Steigeisen ausgerüstet und mit zwei fachkundigen Guides auf den Gletscher geführt. Die Gletschertour dauerte ca. 1.5 h und war super interessant.
Am nästen Tag wurden wir dann von einem 4-Rad betriebenen Fahrzeug bei unserem Hotel abgeholt. Der Ausflug führte uns auf den "El balcon de Calafate" von wo man eine herrliche Aussicht auf das Dorf und den See und die Berge hat. Zum Glück haben wir einen aussergewöhnlich schönen und klaren Tag erwischt, so dass wir das ganze Bergpanorama in vollen Zügen geniessen konnten. Nach einem feinen Mittagessen zwischen interessanten Steinsblöcken gings zurück ins Dorf, wo wir den Rest des Tages verbrachten.
Torres del Paine
Am dritten Tag gings für eine Nacht in den Nationalpark Torres del Paine, welcher jedoch nicht in Argentinien, sondern in Chile liegt. Frühmorgens um 20 vor 6 mussten wir bereitstehen, um dann fast eine Stunde auf unseren Bus zu warten. Als dieser endlich kam, stand ich nicht auf der Liste. Nach längerem hin und her wurde ich trotzdem mitgenommen und wir wurden ins Zentrum gefahren, wo wir den Bus wechseln mussten und ich noch schnell zur Sicherheit im Reisebüro vorbei ging. Endlich alle im Bus verstaut (inkl. mir), konnte die Reise losgehen. Nach über 5 stündiger Fahrt, kamen wir zur argentinischen Grenzkontrolle, wo wir alle aussteigen und unsere Pässe vorweisen mussten. Nach ca. 1h war das ganze Prozedere abgeschlossen und wir befanden uns auf der Weiterfahrt. Wer jetzt jedoch denkt, dass es nun auf direkten Weges in den Park ging, hat sich gewaltig getäuscht. Es stand uns nämlich noch die chilenische Grenzkontrolle bevor. Und weil das Verhältnis von Chile zu Argentinien nicht gerade das Beste ist, wurde uns das Leben da echt schwer gemacht. Erneut mussten wir alle aussteigen. Diesemal jedoch nicht nur mit dem Pass, sondern mit unserem ganzen Gepäck in den Händen. Jeder einzelne musste nach der Passkontrolle auch noch seinen Koffer öffnen und durchsuchen lassen, ob auch ja kein Essen mitgeführt wurde. Nach weiteren 3 h gings dann endlich weiter, mit dem Bus durch den Park. Der Park ist wirklich wahnsinnig schön, jedoch hätte ich es bevorzugt darin ein wenig umherzuwandern. Um ca. 6 Uhr (nicht wie vorgesehen 4 Uhr) kamen wir dann bei der Pick-up-Station an, wo ein Taxi geschlagene 2 h auf uns gewartet hat. Das Taxi brachte uns zu unserem Hotel. Das Hotel war wirklich superschön und wir hatten von unserem 3-er Zimmer aus eine wunderschöne Panorama-Aussicht auf die berühmte Bergkette mit den zwei Bergen nach welchen der Park benannt ist und dem Cuernos de Paine (der zeifarbige Berg, der auch auf den Fotos zu sehen ist).
Mit dem Guide vom Bus hatten wir an diesem Tag vereinbahrt, dass er uns um 4 Uhr Nachmittags am nächsten Tag an der selben Pick-up-Station wieder abholen werde (es bestand eine gewisse Verwirrung, weil uns das Reisebuero in Calafate nicht genau Auskunft geben konnte, wann wir wieder abgeholt werden). Am nächsten Tag klingelte um 6.30 Uhr unser Zimmertelefon. Wir müssten uns sofort bereit machen, um zurückzufahren, es gäbe keine andere Möglichkeit nach El Calafate zurückzukommen, hiess es. Nach 10 min sassen wir angezogen und mit gepackten Koffern im Taxi, welches uns zur Grenze brachte. Dort durften wir wieder warten (2h) bis der offizielle Bus uns abholte und das Grenzprozedere von Neuem beginnen konnte. :-).
Trotz Nervenaufeibender Reise kamen wir am Nachmittag in El Calafate an.
Fazit dieses Ausfluges: Der Park ist wunderschön und auch sehenswert. Jedoch würde ich empfehlen einen mehrtaegigen Stopp dort einzulegen und nicht in einem Tag durchzurauschen. Nur schon das Grenzprozedere ist dafür zu aufwändig.
El Calafate
Zum zweiten Mal in Calafate wurden wir in einem anderen, direkt am See liegenden Hotel untergebracht. Den Rest des Tages liessen wir ruhig angehen, um uns von den Reisestrapazen zu erholen. Am Abend sind Miriam und ich noch mit dem Kellner und dem Koch des Hotels ins Dorf spaziert, um Eins trinken zu gehen. Der Spaziergang dauerte über eine Stunde und war für mein Spanisch sehr fördernd, da der Koch nur Spanisch sprach. Nach einem Drink war ich schon sehr müde und wir haben uns ein Taxi nach Hause genommen.
Am nächsten Tag haben Miriam und ich uns noch die Fahrräder vom Hotel ausgeliehen. Das war gratis und wir konnten auch sehr schnell feststellen warum. Kein normaler Mensch hätte für diese Fahrräder bezahlt. Nach einer kurzen Runde entschlossen wir uns dann lieber nochmals zu Fuss ins Dorf zu gehen, wo wir etwas assen und unsere Zeit verplämperten, bis unser Flug nach Ushuaia ging.
Ushuaia oder auch "El fin del mundo"
Am Abend kamen wir in Ushuaia an und bezogen unser Hotel. Leider mussten Miriam und ich noch einmal zum Flughafen zurückkehren, weil ein Gepäckstück von ihr irgendwie in Buenos Aires geblieben war. Das zweite Mal am Flughafen wurde uns das Gepäckstück innerhalb weniger Minuten ausgeliefert. Zufrieden fuhren wir zurück zum Hotel, wo wir das Abendessen einnahmen und danach noch einen Film ausliehen und anschauten. Das Hotel hat nämlich in jedem Zimmer einen DVD-Spieler und eine riesige DVD-Kollektion, wo man umsonst eine DVD ausleihen kann.
Am nächsten Tag stand erneut eine Tour auf dem Plan. Die Tour führte uns in den Parque National de Tierra del Fuego und beinhaltete eine kleine Wanderung und eine Kayaktour (seht euch doch die Fotos an). Die Tour war sehr aufschlussreich und wir haben viel neues über diese Gegend erfahren.
Am nächsten Tag wurden wir zu einer erneuten 4x4-Tour abgeholt. Es war jedoch ein total anderes Erlebnis, als das letzte Mal in Calafate. Die Tour führte durch den Wald den schlammigen Wegchen entlang. Wie die Fahrzeuge die Strecken zum Teil ueberwunden haben, wundert mich heute noch. Einmal ist unser Fahrer sogar ausgestiegen und hat von aussen ein Foto gemacht. Das lustige daran war, dass das Auto von alleine weiter gefahren ist :-).
Im Allgemeinen waren die Tourguides (die Fahrer der 4 Fahrzeuge) ein aufgestelltes, lustiges und junges Team.
Auch in dieser Tour war ein Mittagessen inbegriffen und ich habe da wohl das beste Stueck Fleisch meiner ganzen Argentinienreise gegessen.
Auf der Rückfahrt nach Ushuaia war in unserem Jeep die absolute Partystimmung. Wir waren mit 5 Argentiniern im Auto und es wurde gesungen und gelacht was das Zeug hält. Abwechslungsweise gaben die Argentinier und die Schweizer ein Lied zum Besten. Miriam und ich mussten sogar ein Lied über das Funkgerät singen um den Fahrer im anderen Auto zu unterhalten, wessen Gäste alle schliefen. :-)
Noch am selben Abend flogen wir zurück nach Buenos Aires, wo ich jetzt schon wieder seit einiger Zeit weile. Heute Abend um 19.00 werde ich Buenos Aires mit dem Bus in Richtung Iguazu verlassen. Am 4. Februar gehts dann weiter nach Rio.
Dienstag, 15. Januar 2008
Einige Gedankensprünge
Fleisch gibt es in Argentinien vieles und Gutes. Während ich mich mit meiner letzten Begleitung öfters vegetarisch ernährt habe (was mir sehr gelegen kam), bin ich unterwegs mit meiner Fleischfresserfamilie, geradewegs „gezwungen“ des öfteren einmal in den Fleischtopf zu greifen.
Obwohl, wie erwähnt, das Fleisch sehr gut ist, kommt es mir mittlerweilen fast zu den Ohren heraus und ich bin froh, wenn es wie heute Abend etwas anderes zu Essen gibt.
Dass ihr trotz meiner aussergewöhnlich fleissigen Blogschreiberei nicht öfters als gewohnt einen neuen Eintrag von mir auf meinem Blog findet, liegt es dieses Mal an der schlechten Internetverfügbarkeit des Südens Anrgentiniens.
So hatten wir die meisten Tage keinen Zugriff aufs Internet und wenn dann doch eine Möglichkeit bestand war die Verbindung zum Einschlafen langsam.
Schlafen ist ja schon was tolles meint wohl auch mein Körper der sich, erschöpft von der anstrengenden Rumreiserei, jede erdenkliche Möglichkeit herausnimmt um sich zu regenerieren. So wird ein Grossteil der Autofahrt in der ich nicht selbst am Steuer sitze entweder ein Bericht verfasst oder geschlafen.
Nähme mich noch Wunder wann meine natürliche „Ich hab jetzt genug geschlafen“ Grenze beginnt.
Im Moment befinden wir uns in El Chalten und es geht noch weiter Südwärts, bis nach Ushuaia. So kommt es, dass die Temperaturen auf unserer Reise immer weiter sinken und im Gegenzug die Tage immer länger dauern.
Es ist schon ein komisches Gefühl wenn es Abends um elf Uhr noch Taghell ist weil die Sonne erst um 10.30 untergeht.
“A ella le gusta la gasolina - dame mas gasolina!! -Como le encanta la gasolina “ heisst es in dem Reaggaton Hit von Daddy Yankee. Auf unser Wohlbefinden würde wohl eher como NO me gusta el olor de gasolina zutreffen. Da wir immer einen kleinen Kanister Benzin (gasolina) für die Strecken ohne Tankstelle oder Strecken mit Tankstellen, welche kein Benzin führen im Kofferraum mitführen, haben unsere Taschen und auch deren Inhalt den stechenden Benzingeruch schon längst angenommen. Unser Gaucho auf der Estancia Don José hat uns das Phänomen der leeren Tankstellen so erklärt, dass die Ölunternehmen wie zum Beispiel YPF zwar die argentinischen Ölvorkommen fördern diese dann aber lieber teuer ins Ausland verkaufen, weil das Öl von der Kirchner-Regierung subventioniert wird.
Reifenpanne die Vierte
Nun blieb uns nur noch die Hoffnung, dass die übrig gebliebenen vier Reifen bis ins 160 km entfernte Tres Lagos hielten, wo sich die nächste Gomería befand!
In der Gomería mussten wir dann den kaputten Reifen gegen einen schrecklich anmutenden Occassionsreifen austauschen, da bei unserem nichts mehr zu retten war.
Der Occasionsreifen dient uns nun als Ersatzrad und wir können nur hoffen, dass dieses nicht mehr zum Einsatz kommt und seine Tauglichkeit unter Beweis stellen muss.
Nichtsdestotrotz sind wir mittlerwilen sicher in El Chalten angekommen. Ich habe praktisch die ganze Fahrt hindurch geschlafen, da ein Mitglied unseres Triplezimmers die ganze Nacht hindurch Baumstämme gesägt hat und ich somit, auch mit Musik in den Ohren, fast kein Auge zugetan habe.
Schon bald heisst es für mich Bettruhe, damit ich für erneute Triplezimmersessions zünftig vorschlafen kann :-)
Der offizielle Weg...
In der Estancia Los Toldos deponierten wir unser Gepäck und machten uns sofort auf den Weg zu den Cuevas de las manos.
Nach 18 km sollte sich ein Parkplatz befinden wo wir das Auto abstellen könnten und ein 2 km langer Weg zu den Höhlen führen sollte. Angestrengt suchten wir nach diesem Ort und pendelten auf der Anhöhe hin und her. Der eine Platz sollte es dann sein und unser Vater zog entschlossenen Schrittes voran. „Der Weg“ glich eher einem Trampelpfad für Kühe oder andere Tiere, doch der Wind verschluckte unsere Protestrufe. Der Trampelpfad führte uns bis ins Tal hinunter, dort verirrte er sich jedoch zwischen den Büschen. „Das ist der offizielle Weg“ hiess es weiterhin seitens unseres Anführers. Als jedoch der „Weg“ an einem Flüsschen endete und weit und breit keine Brücke zu sehen war, sollte der Fall für alle klar gewesen sein. Der Fluss wurde barfuss und mit hochgekrempelten Hosen durchwatet. Nichts desto trotz war die Wanderung mit Umweg ein schönes Erlebnis und die unberührte Landschaft wunderschön. Gerade noch rechtzeitig zur letzten Führung erreichten wir die „Basisstation“ zu den Höhlen, welche von der UNESCO geschützt wurden. Zurück gings dann zum Glück schneller. Es hatte sogar eine echte Brücke. Da es schon nach 8 Uhr war, rannte ich voraus um das Auto zu holen. Zurück in der Estancia genossen, wir ein köstliches Nachtessen.
Samstag, 12. Januar 2008
Der Zoo vor der Haustür...
Nachdem DVD gabs einen Rundgang zu den verschiedenen Tieren. Alle Tiere inkl. den Guanacos konnte man anfassen und es gab dazu fachkundige Kommentare von unserem Guide. Es war wie eine Privatführung durch einen etwas speziellen Zoo. Nach einem Tee und Kuchen durften Miriam und ich auch noch die verweisten oder verstossenen kleinen Schäfchen und Guanacos füttern. Auf dem Speiseplan stand Milch aus dem Schoppen.
Das Nachtessen wurde zusammen mit der Besitzerin und dem Guide auf der Estancia eingenommen. Zufrieden schliefen wir danach in unserem "eigenen" Häuschen ein. Der Tag auf der Estancia hat mir ausserordentlich gut gefallen.